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VOTOS VIRALES – DIE HIV-MEDIKAMENTEN-KRISE UND DIE WAHLEN IN KOLUMBIEN

Antiretrovirale Medikamente für HIV-positive Menschen werden knapp in Kolumbien – welche Informationen gibt es dazu? Und was hat das mit den Wahlen in wenigen Wochen zu tun? Wie stehen die Kandidat:innen zu diesem Thema, und was können wir von ihnen erwarten? 

In diesem Statement möchten wir die komplexe Situation des Zugangs zu HIV-Medikamenten (kurz: „ART“ für antiretrovirale Therapie) in Kolumbien beleuchten. Wir nennen das eine Krise. Wir wenden uns sowohl an die Wähler:innen in Kolumbien als auch an die zukünftige kolumbianische Regierung. In unserem Verständnis sind HIV-positive Menschen (kurz: HIV+) in Kolumbien eine vulnerable Gruppe mit besonderen Interessen und Bedürfnissen, und haben als Bürgerinnen und Bürger auch Rechte und dürfen, wie alle  wählen.

Wer Informationen für den  politischen Kontext braucht, liest bitte hier für mehr Hintergrund: 1

Wir haben diesen Artikel für Dich geschrieben: Lies ihn Dir genau durch und sprich mit Deinen Friends, Deiner (Wahl-)Familie und Deiner Community: Diskutiert in Ruhe, wem Ihr Eure Stimme gebt. Für ein sorgenfreies Leben mit HIV ist die Wahl des nächsten Präsidenten entscheidend. 

Dies gilt insbesondere für eine mögliche Stichwahl, in der die beiden verbleibenden Kandidat:innen anhand inhaltlicher Fragen beweisen müssten, dass sie das Land besser regieren würden. Darüber hinaus kann die HIV-Medikamenten-Krise nur dann gelöst werden, wenn die grundlegenden Probleme der Krankenversicherung EPS angegangen werden – und genau diese Probleme betreffen die Mehrheit der kolumbianischen Bevölkerung! Die hier beschriebenen Missstände sind daher beispielhaft; folglich kann sich jeder, der sich ein solidarisches Gesundheitssystem wünscht, unsere Forderungen zu eigen machen.

Also: Nutzen wir unser Wahlrecht und wählen in unserem Interesse!

Im Folgenden werden wir versuchen zu zeigen, warum jede Stimme zählt. Aber Schritt für Schritt an:





WIR SIND VIELE. VOTE VIRAL.

DIESMAL: ¡VOTE VIRAL!!








ORGANISATIONEN IN COL, DIE MIT HIV+ PERSONEN ARBEITEN, DIE KEINE HIV-MEDIKAMENTE HABEN

AHF Colombia (Aids Healthcare Foundation) Bogotá
Klinik (Standort Bogotá): Cra. 49 #94-75, La Castellana, Telefon/whatsapp: +57 322 5117202 oder +57 322 4025166, stellt kostenlose Medikamente für Nichtversicherte zur Verfügung, solange der Vorrat reicht.

Red Somos (Bogotá)
Cra. 16a #30-90, Teusaquillo, Tel. +57 (1) 695 3474, WhatsApp: +57 300 4105915. Schwerpunkt: Psychosoziale Unterstützung, Beratung für venezolanische Migrant:innen; redsomos.org/

Aid for Aids Colombia (Cali)
Centro Comercial Río Cauca, Los Naranjos, Tel. +57 301 7953422
aidforaids.org/colombia/

Aid for Aids (Pereira)
Hotlines für Medikamente und zu Partnerkliniken: +57 317 4418888

CAPM Centro de Atención para la Población Migrante (Pereira)
Cra. 7 #18-55:  Allgemeine Beratung, montags bis donnerstags von 7 bis 16 Uhr und freitags von 7 bis 15 Uhr. Dieses Zentrum wird vom UNHCR und der Stadtverwaltung von Pereira betrieben. Kontakt: Secretaría de Salud de Pereira über die Website der Alcaldía de Pereira.



FUSSNOTEN

  1. In Kürze werden die kolumbianischen Bürger einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin für die nächsten vier Jahre wählen. Damit geht die erste progressive linke Regierung des Landes zu Ende, und die Bevölkerung muss entscheiden, ob sie diesen Kurs fortsetzen oder zu einer konservativen Regierung zurückkehren will.
    Unter konservativen Regierungen hat das kolumbianische Gesundheitssystem eine tiefe Finanzkrise ohne klare Lösung durchlebt, was die Ungleichheit verschärft hat. Eine universelle Gesundheitsversorgung existiert zwar theoretisch, doch die tatsächliche Versorgung ist oft mangelhaft – eine Realität, die Menschen mit HIV besonders hart trifft. Menschen ohne feste Anstellung, die in Randgebieten leben oder zu schutzbedürftigen Gruppen wie Trans*gender-Personen und venezolanischen Migrant:innen gehören, sehen sich mit erheblichen Hindernissen beim Zugang zu antiretroviralen Medikamenten konfrontiert.
    Zwar hat die derzeitige Regierung einige Fortschritte erzielt – wie bspw. die vom Gesundheitsministerium für 2025 geplanten Lizenzen, die den Zugang zu HIV-Medikamenten erweitern sollen –, doch seit 2022 ist die Versorgung mit antiretroviralen Therapien im Land zurückgegangen, was mit der Struktur des Gesundheitssystems und dem obligatorischen MIPRES-Verschreibungsmodul zusammenhängt. Dies hat die Behandlung für diejenigen, die keine wirksame Krankenversicherung haben, zunehmend unzugänglich gemacht.
    Dieser Artikel untersucht die Krise, mit der Menschen mit HIV konfrontiert sind, und bewertet die Vorschläge der Präsidentschaftskandida:innten in diesem komplexen politischen Umfeld – einschließlich der Kandidat:innen, die sich als LGBTIQ+ identifizieren, deren Programme jedoch konservativ ausgerichtet sind und kaum echte Lösungen bieten. ↩︎
  2. https://www.lafm.com.co/sociedad/crisis-nueva-eps-miles-de-pacientes-con-vih-sin-acceso-a-medicamentos-y-servicios-de-atencion-389524 ↩︎
  3. https://elpais.com/america-colombia/2026-04-29/colombia-gana-la-disputa-legal-internacional-para-producir-genericos-de-la-principal-droga-para-tratar-el-vih.html ↩︎
  4. https://lovelazers.org/de/hiv-undetectable-schutz-durch-therapie/&sa=D&source=docs&ust=1778010844554470&usg=AOvVaw0aCBG9dwrZnw0HFCmMOFQL ↩︎
  5.  https://www.caribeafirmativo.lgbt/la-lucha-por-poner-fin-a-la-estigmatizacion-frente-al-vih/ ↩︎
  6. Zwischen Dez 2024 und Jan 2025 durchlief Oshnur das rechtliche Verfahren zur Aktualisierung von Namens- und Geschlechtseintrag im Geburtsregister (wie von der Verfassung geschützt). Dieser Vorgang wurden jedoch im Laufe des letzten Jahres mehrfach behindert, da Oshnur den Namen und die Geschlechtsidentität in jedem einzelnen öffentlichen und privaten Dokument selbst aktualisieren musste, da das kolumbianische Standesamt diese Informationen nicht an andere öffentliche oder private Stellen weitergab, insbesondere nicht an Einrichtungen des Gesundheitswesens wie das Sisbén-Büro. Deshalb musste Oshnur diesen Vorgang selbst durchführen und sich dabei wiederholt mit der staatlichen Bürokratie herumschlage. ↩︎
  7. Im vergangenen März haben wir Miguel Angel Barriga Talero interviewt, einen Vertreter der NGO Red Somos in Bogotá. Einige der in diesem Artikel enthaltenen Informationen stammen aus diesem Gespräch. ↩︎
  8. https://www.unaids.org/en/resources/presscentre/featurestories/2025/february/20250219_latin-america-caribbean ↩︎

© Love Lazers, Mai 2026. Übersetzung: Love Lazers. Keine Haftung für Fehler. Foto „This or that“ von Diashi. Danke, dass du diesen Artikel teilst!

Vielen Dank an @cremosaaaaaa Berlin für die Unterstützung positiver Selbstorganisation in Kolumbien und bei der Entstehung dieses Artikels. Wir danken auch allen, die Medikamente gespendet haben.

CREMOSA – Lasst uns eine Sex-Party organisieren!

GIB MIR MEHR …

… von  dieser super-creme! wie das schmierigste gleitmittel in den darkrooms. klebrig und nichts und niemanden ausschließend. abenteuerlich glitschig. bei bewusstsein den verstand verlieren. mit überfließendem überfluss. dulces wie der süßeste stoff. laktofrei, wenn wir wollen. dein finger in meinem saft, hehe. ein cocktail aus begehren, träumen, schmutzigkeit. spuck mich mit deine spucke an! treiben im strom der promiskuität. einen kompletten ölwechsel bitte!

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